HERMA - Historie

Internationalisierung und Innovation

1976

Heinrich Hermann geht in den Ruhestand. Als sein Nachfolger leitet Werner Röhm (Mitte), ein familiennaher Fremdmanager, zunächst gemeinsam mit Werner Herrmann (rechts) das Unternehmen. In den 30 Jahren unter Röhms Führung entwickelt sich das Stuttgarter Traditionsunternehmen zum international erfolgreich operierenden, technologieführenden Spezialisten für Selbstklebetechnik.


1976

Seit 1950 hat sich der Umsatz beinahe verdreißigfacht: von 3,2 Millionen DM auf rund 90 Millionen DM. Gleichzeitig vervierfacht sich die Zahl der Mitarbeiter, von 250 auf über 1.000. Der Exportanteil steigt auf knapp 26 Prozent – damit liegt das Unternehmen deutlich über dem Durchschnitt der Branche. Mit der forcierten Internationalisierung des Unternehmens hatte sich 1971 in Frankreich die Tochterfirma HERMA France etabliert. 1978 nehmen in Österreich und Belgien eigene Tochtergesellschaften die Arbeit auf.


1982

Auch Werner Hermann zieht sich aus der operativen Führung des Unternehmens zurück. Werner Röhm übernimmt die alleinige Geschäftsführung und installiert einen festen Leitungskreis, um die wichtigsten Führungskräfte an allen zentralen Entscheidungen zu beteiligen. Bereits Ende der 70er Jahre war HERMA in eine GmbH & Co. KG umgewandelt worden.


1985-1987

PC und Laserkopierer halten Einzug im Büro. Mit dem Auszeichnungsgerät ESC 12/18 (im Bild) beschleunigt HERMA Verarbeitung und Druck von Daten auf Etiketten und dank HERMA Laser-print lassen sich Etiketten jetzt schnell und rationell drucken.


1989

In Deizisau wird das 1971 errichtete Gebäude erweitert und erhält damit weitgehend das heutige Erscheinungsbild.


1991

In Großbritannien geht HERMA UK an den Start, zunächst nur für Maschinen, ab 2000 auch für Haftmaterial.


1992-1994

HERMA gibt sich verbindliche Unternehmens-Leitbilder. Das ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal in großen Konzernen selbstverständlich. 1994 werden alle Sparten nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Ab 2001 erfolgt das Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001.


1993

Nach fast dreijähriger Bauzeit weiht HERMA eines der modernsten Blocklager Europas ein.


1995

HERMA festigt seinen Ruf als innovationsfreudiges Unternehmen. Als weltweit wohl erster Haftbeschichter setzt das Unternehmen UV-Acrylathaftkleber ein. Er ist ein neuer innovativer Problemlöser bei schwer zu etikettierenden Untergrundmaterialien oder extremen äußeren Bedingungen, z. B. bei der Kennzeichnung von Gefahrgütern, sehr heißen Chemiefässern und Behältern, die mit Meerwasser in Berührung kommen.


1997

HERMA beteiligt sich an einem Joint Venture in Singapur und ist damit in der Wachstumsregion Südostasien präsent.


1999

Als wahrscheinlich Erster in der Branche beschichtet HERMA mit einem Curtain Coater. Mit der „Vorhang”-Beschichtung gelingt ein Quantensprung bei der Fertigungsgeschwindigkeit.


2001

Als Voraussetzung für eine weiterhin unabhängige Entwicklung wird die heutige Rechtsform gewählt. Die Gesellschafterinteressen sind in der HERMA-Holding GmbH + Co KG zusammengefasst, für das operative Geschäft ist die HERMA GmbH als 100-prozentige Tochter verantwortlich.


2003

Langfristiger Planung folgend übergibt Werner Röhm nach 30 Jahren die operative Führung an bisherige Kollegen aus der Geschäftsführung. Manfred Minich (2.v.r.), der als Geschäftsführer seit 2001 bereits die Sparten Etikettiersysteme und Papierwaren geleitet hat, übernimmt ab 2005 auch den Vorsitz der Geschäftsleitung. Unterstützt wird er von den langjährigen Prokuristen Sven Schneller (rechts) und Thomas Thumm (links) sowie Geschäftsführer Dr. Thomas Baumgärtner (2.v.l.). Röhm übernimmt Anfang 2004 den Vorsitz im Unternehmensbeirat.


Der neue Etikettierer HERMA 400 setzt weltweit Maßstäbe. Die Steuerung ist komplett integriert, er benötigt keinen großvolumigen Schaltschrank mehr. Das Grundgerät kann zudem in hohen Stückzahlen produziert werden. Aufgrund seines Baukastensystems ist er hochflexibel für unterschiedlichste Kundenanforderungen und kann in bestehende Anlagen einfach integriert werden. Heute ist er weltweit der vermutlich kompakteste Etikettierer seiner Leistungsklasse.


2004

In den Niederlanden wird HERMA Benelux gegründet und in Filderstadt ein neues Logistik-Zentrum mit modernster Technologie in Betrieb genommen. Statt täglich 1.000 Pakete sind jetzt Versandleistungen von 1.200 Paketen pro Stunde möglich. Die Waren können innerhalb von 15 Minuten nach Auftragseingang versandfertig sein.


2005

Mit dem „Commerce Connector” geht HERMA neue Wege: Konsumenten können nun direkt über die HERMA Homepage einkaufen – und zwar unter Einbezug des Fachhandels. Eine Reihe weiterer Unternehmen - auch außerhalb der PBS-Branche - folgen darauf dem Beispiel von HERMA.


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